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Rezension: Kim Vogel-Sawyer - "Mein Herz wird immer nach dir suchen"

Seiten:

320

Übersetzer:

-

Verlag:

SCM Hänssler

 

Klappentext:

"Amerika im 19. Jahrhundert: Züge bringen hunderte verwaiste Kinder in den Westen. Sie sollen eine neue Heimat und neue Eltern finden. Unter ihnen ist auch die achtjährige Maelle mit ihren beiden Geschwistern. Maelle versucht alles, damit die drei zusammenbleiben, aber vergebens. Jedes Kind wird von einer anderen Familie adoptiert. Doch Maelle schwört, Mattie und Molly wiederzufinden.
17 Jahre später ist die Hoffnung fast verschwunden - und die Erinnerung verblasst. Wird es je ein Wiedersehen geben?"

Quelle: http://www.scm-shop.de/mein-herz-wird-immer-nach-dir-suchen.html

Die Geschichte der drei Geschwister beginnt, als Maelle acht Jahre alt ist. Sie hat einen jüngeren Bruder, Mattie, und eine kleine Schwester, Molly, welche noch ein Kleinkind ist.

Bei einem Brand in ihrem Haus, kommen ihre Eltern ums Leben. Maelle versprach ihrem Vater auf ihre Geschwister aufzupassen. Alles was von ihrem Erbe blieb, ist eine Bibel (mit dem Stammbaum der Familie), eine Photographie und die Liebesbriefe, die sich die Eltern geschrieben haben. Ein freundlicher Polizist bringt die Kinder ins Waisenhaus, wo Maelle irrtümlicherweise für einen Jungen gehalten wird. Da ihre Schwester Molly in die Etage der Kleinkinder gebracht wurde, möchte sie nicht auch noch von ihrem Bruder getrennt werden und gibt sich von da an als "Mike" aus.

Eines Tages bekommen die Kinder neue Kleidung und es heißt, sie kommen so neuen Eltern. Was sie nicht wissen: Sie werden in eine andere Stadt gebracht, in welcher die Menschen die Kinder einfach mitnehmen können.

[Anmerkung: An dieser Stelle kommt man sich vor, als würde man auf einem Markt Brot und Käse bestellen, aber keine Kinder. Es scheint so alltäglich und banal zu sein, dass es niemandem etwas ausmacht. Ich fand das erschreckend.]

Molly wird von einer reichen Familie mitgenommen und Maelle schenkt ihnen zum Abschied die Familienbibel, damit vielleicht irgendwann eine Chance besteht, dass sie einander wiederfinden.

Maelle und Mattie werden von einem Mann mitgenommen, welcher aber eigentlich nur einen Jungen für eine Ausbildung zum Fotografen wollte. Als dieser Mann eine enttäuschte Familie sieht, gibt er Mattie bereitwillig an diese ab. Als einziger Trost bekommt Mattie die Photographie der Familie.

Maelle bleibt als "Mike" bei dem Fotografen und behält die Briefe als Erinnerung.

 

17 Jahre später verblasst die Erinnerung an ihre Geschwister, aber Maelle gibt nicht auf.

 

Von nun an wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt, nämlich aus der, der Geschwister.

Molly heißt nun Isabelle. Ist in einer reichen Familie aufgewachsen und weiß nichts von ihrer wirklichen Familie. Die Adoptiveltern sind gestorben, der Ziehbruder hasst sie und wirft sie aus dem Haus. Nun muss sie sich erst einmal als Hausmädchen zurechtfinden, was ihr sehr schwer fällt. Nach und nach beginnt sie, ihre wahre Herkunft zu akzeptieren - der einzige Beweis, den sie besitzt, ist die Familienbibel. Auf ihrem Weg findet sie auch die Liebe und vielleicht sogar ihre Familie?

 

Maelle ist eine Wanderfotografin. Wird sie in ihrem Beruf überhaupt die Chance haben, ihre Geschwister zu finden?

 

Mattie hat von allen drei Geschwistern nicht gerade das beste Los gezogen - wird er ein Zuhause und seine Familie finden?

 

Zum einen fand ich das Buch schon schön, aber auch leicht langweilig.

Die verschiedenen Perspektiven geben viele Einblicke in unterschiedliche Leben und man fragt sich, ob die Geschwister trotzdem zueinander finden.

Es waren aber auch viele christliche Elemente in diesem Buch enthalten. Es mag ja sein, dass die Einstellung damals so war. Oder das die Autorin diese Einstellung vertritt. Aber wer nicht so gläubig ist, wird nur schwer gefallen daran finden. Ich selbst finde es an manchen Stellen etwas übertrieben, konnte aber darüber hinwegsehen und mich auf das eigentliche Geschehen konzentrieren. Dennoch eine berührende Geschichte...!

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