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Rezension: Tracy Buchanan - "Sternenwandler"

Seiten:

400

Übersetzer:

Vanessa Lamatsch

Verlag:

Piper

 

Klappentext:

"Verliebt war die sechzehnjährige Tori schon hunderte Male. Doch noch nie hat sich ihr Angebeteter vor ihren Augen in schimmernde Luft aufgelöst. Cam Chase, mit seinen tiefgrünen Augen, verbirgt ein Geheimnis vor ihr. Doch was steckt hinter seinen wandlerischen Fähigkeiten? Und wie kann Tori ihm nahe kommen? Betört von seinem Mut und seinem Charme folgt sie Cam auf eine riskante Mission, die sie nicht nur in Lebensgefahr bringt, sondern auch ihr Herz in Liebe entflammen lässt ..."

(Quelle: http://www.piper-fantasy.de/buch/tracy-buchanan-sternenwandler)

In einer Nacht, in der sie selig von ihrem 16. Geburtstag träumen sollte, liegt Tori nicht in ihrem Bett. Sie hat die Gewalttätigkeiten und die Streitigkeiten ihrer Eltern so satt und versteht nicht, warum ihre Mutter sich nicht von diesem brutalen Mann, der dennoch ihr Vater ist, trennt.

Trost sucht sie in einer sternenklaren Nacht auf einem Spielplatz. Dort jedoch, wird sie von Schulkameraden bedrängt...

Doch dann erscheint plötzlich ein wunderschönes Pferd und versucht Tori zu verteidigen. Es gelingt ihm auch, doch dabei wird es von den Jugendlichen verletzt.

Als es neben Tori besinnungslos am Boden liegt, fängt das Tier an zu schimmern und verwandelt sich in einen Jungen. Tori traut ihren Augen und ihrem Verstand nicht mehr...

Wieder bei Bewusstsein flüchtet der Junge, aber Tori gehen seine wunderschönen, grünen Augen nicht mehr aus dem Sinn.

Am Tag ihrer Geburtstags treffen sich Tori und ihre Freunde in einer Ruine - doch wer taucht dort mit den anderen Jungs auf? Cam, der neue Schüler aus Kanada. Doch wer ist er wirklich? Tori ist sich sicher, dass dies der Junge war, der in der Nacht verletzt war - aber er zeigt keinerlei Interesse an ihr.

Nach weiteren Treffen gesteht er ihr, dass er wirklich dieser Junge war - und sich verwandeln kann. Des weiteren erzählt er ihr, was dahintersteckt und warum er hier hergekommen ist.

Tori muss sich entscheiden: Stellt sie sich gegen ihren Vater und seinen Arbeitgeber, der anscheinend für all dies und noch viel schlimmere Dinge verantwortlich ist - oder verzichtet sie auf ihre Liebe zu Cam?

 

Tracy Buchanan hat mit "Sternenwandler" einen wunderschönen Roman geschaffen, in dem ein leichter Fantasy-Hauch mitweht.

 

Die Charaktere sind gut und detailliert beschrieben. Man kann sich mit ihnen, besonders mit Tori, identifizieren, da sie so "normal" geblieben sind.

Gerade weil die Protagonisten so menschlich geblieben sind - Fehler machen, aber auch zu ihren Gefühlen stehen - sind sie mir besonders ans Herz gewachsen. Sie haben die gleichen Empfindungen und Sehnsüchte wie andere Jugendliche, sind aber dennoch von der Masse abgehoben, da sie durch die Geschehenisse auch noch andere Probleme haben und diese kombinieren müssen.

Auch die wissenschaftlichen "Erklärungen" scheinen sehr logisch und begründen eine Mischung aus Realität und Fantasy.

 

Am bewundernswertesten finde ich, dass Tracy Buchanan mit ihrem Debütroman nicht die heile Welt vorzeichnet - Tori kommt aus einer zerrütteten Familie mit einem cholerischen Vater. Dieser ist gewaltätig und brutal...

Die Autorin beschönigt hier nichts und zeigt nur auf, was bei einigen Menschen in den eigenen vier Wänden passiert - ohne das die Umwelt etwas davon mitbekommt.

 

Dieses Buch ist ein emotionsgeladenes, fantastisches und berührendes Werk, dass sich niemand entgehen lassen sollte.

 

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