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Rezension: Corina Bomann - "Die Schmetterlingsinsel"

Seiten: 560

Übersetzer:

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Verlag:

Ullstein Taschenbuch

 

Klappentext:

"Als ihre Ehe zerbricht, steht die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach völlig allein da. Im Nachlass ihrer liebsten Tante findet sie das vergilbte Foto eines verwunschenen Hauses. Davor eine junge Frau. Ist es Dianas Ururgroßmutter, die einst in Ceylon lebte? Hals über Kopf macht Diana sich auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem fremden Land am anderen Ende der Welt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung ..."

(Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/buch.php?id=18509)

Ohne die Scherben ihrer Ehe aufzukehren, macht sich Diana aufgrund einer dringenden Nachricht den Weg, um ihre kranke Tante zu besuchen. Diese liegt im Sterben und war ihr immer mehr als eine Tante, eher wie eine Mutter / Großmutter, sodass sie ihr bald darauf folgender Tod sehr zu schaffen macht.

Ebenso die Spur eines Geheimnisses, die Tante Emily ihr verraten hat. 

 

Überall im Haus sind Hinweise auf eine Familiengeschichte verteilt und versteckt, über die lange geschwiegen wurde.

 

Da sie nichts mehr hält, begibt sich Diana auf Spurensuche - nach Ceylon.

Wird sie das Geheimnis ihrer Herkunft lüften können?

Und findet sie auf ihrer Reise nicht nur einen Teil ihres Selbst wieder, sondern auch ihre Liebe?

 

Eine Geschichte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Über Familiengeheimnisse, die lange nicht an die Tagesfläche gekommen sind. Und eine Geschichte über menschliche Beziehungen und die Liebe.

 

 

Corina Bomann hat mich mit "Die Schmetterlingsinsel" begeistert.

Alleine der Verlag hat schon ein großes Lob verdient, da die Gestaltung ein wahrer "Eye-Catcher" ist. Die Blüten ranken sich nicht nur auf dem Cover sondern auch entlang des Buchschnitts, ebenso Schmetterlinge. Die Bildgestaltung des Deckmotives - eine Treppe, die ins Ungewisse führt - unterstreicht zusätzlich die Ungewissheit der Reise, auf die sich Diana begibt.

 

Zudem ist Corina Bomann's Schreibstil sehr bildhaft, detailliert und manchmal fasst schon etwas poetisch, insbesondere, wenn sie über die Schönheit der Natur schreibt.

 

Auch die Charaktere, die die Autorin erschaffen hat, gefielen mir ausgesprochen gut. Sehr sympathisch und realitätsnah ist vor allem Diana Wagenbach's Figur. Die Berliner Anwältin ist erfolgreich, aber ihre Ehe liegt in Trümmern. Natürlich ist sie, was Männer angeht, nun vorsichtig und ein "gebranntes Kind".

 

Die Nachricht über den schlechten Gesundheitszustand ihrer Tante lässt sie jedoch alles vergessen, denn sie stehen sich sehr nah. Dementsprechend geschockt ist sie über ihren Tod. In dieser Situation auch noch ein Familiengeheimnis zu erforschen, wäre nicht für jeden etwas. Die einen wären überfordert, aber Menschen wie Diana versuchen einen Sinn in allem zu finden. Durch die Lüftung dieses Geheimnisses, könnte sie einen Teil ihrer Wurzeln wiederfinden - und somit vielleicht auch besser zu sich selbst.

 

Da die Geschichte des Buches "Die Schmetterlingsinsel" zwischen Gegenwart (2008) und Vergangenheit hin- und herwechselt, bekommt man auch Einblicke in das Jahr 1887. Dies hebte für mich, als Leser, die Spannung etwas hervor. Außerdem fühlte ich auf jeder Seite, wie ich dem Geheimnis näher kam.

 

Wie oben erwähnt muss ich aber noch einmal ausdrücklich den wunderbaren Schreibstil der Autorin betonen, die die Schönheit des gegenwärtigen, wie auch vergangenen Ceylon gekonnt in Szene setzt. Exotik und Abenteuer wechseln sich mit Gefühlen und Romantik ab.

 

Wer also einet Geschichte um Geheimnisse, Liebe, Exotik und historische Einblicke nicht abgeneigt ist, sollte "Die Schmetterlingsinsel" von Corina Bomann lesen - sie hat mir angenehme Lesestunden beschert.

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