Rezension: Julian Fellowes - "Belgravia"

Seiten:

 

448

 

Übersetzer:

 

Andreas, Maria

 

Verlag:

 

C. Bertelsmann

 

 

 

Klappentext:

 

"Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm."

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Belgravia/Julian-Fellowes/C.-Bertelsmann/e507780.rhd )

James Trenchards ist ehrgeizig und strebt nach Höherem. Als Proviantmeister im Krieg erhält er ein gewisses Ansehen - doch durch seine schöne Tochter Sophia könnte er bald ganz andere Verbindungen mit dem Adel eingehen. Die junge Frau ist dem Erben der Familie Bellasis ins Auge gefallen und er wirbt mit Erfolg um ihre Gunst - zum Leidwesen seiner Familie. Am Vorabend der Schlacht von Waterloo muss Sophia, genauso wie der Rest ihrer Familie, dass sie schwer getäuscht wurde. Doch kann sie dies nur noch mit sich selbst ausmachen, da Edmund im Krieg stirbt. Sophia folgt ihm kurze Zeit später als sie im Kindbett stirbt. Durch ein Kind sind beide Familien verbunden, jedoch bleibt dies das Geheimnis der Familie Trenchard, deren Ruf - und vor allem ihrer verstorbenen Tochter - auf den Spiel steht.

Jahrzehnte später weiß Charles, der mittlerweile ein junger Mann ist, nichts von seiner Herkunft. Doch wird dies auch so bleiben?

 

 

Julian Fellowes dürfte allen durch seine Serie "Downton Abbey" ein Begriff sein.

Auch wenn ich die Serie noch nicht gesehen habe, kam mir schon einiges über das Talent des Autors zu Ohren.

Keine Frage, Julian Fellowes ist begabt und mit einer großen Liebe zum Detail gesegnet.

 

Er erzählt in "Belgravia" die Geschichte zweier Familie, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Standesdünkel herrschen hier vor. Dies führt innerhalb der Charaktere zu einer gewissen Reibungsfläche, macht die ganze Handlung jedoch auch ebenso interessant.

Außerdem sind die Passagen der Handlung aus der Sicht der Dienstboten teilweise humorvoll und spritzig und eine gute Abwechslung zwischen den beiden Familien.

Angenehm überrascht war ich auch über die gut recherchierten historischen Hintergründe, jedoch hätte mich das nicht verwundern dürfen, bei der Vorgeschichte des Autors. Dennoch für mich ein positiver Nebeneffekt.

 

Ich mochte die Charaktere und litt mit ihnen. Das ist wohl ein großes Lob an Julian Fellowes, da er es schaffte, dass ich mich als Leser mitten im Geschehen fand.

Zudem möchte ich dem Verlag ein großes Lob aussprechen, da mich das Cover absolut begeistert und es mit der Goldapplikation auf der Schrift zu einem wahren Schmuckstück im Bücherregal wird.

 

Rundum ist "Belgravia" eine gelungene Geschichte, welche mich gefangen nehmen konnte. Jedoch musste ich ab und an, aufgrund der sehr detaillierten Beschreibungen und teilweise sehr verschachtelten Satzbauten, mein Lesetempo drosseln und geriet auch des Öfteren ins Stocken, sodass mir auch manchmal der Faden verloren ging.

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