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Rezension: Petra Durst-Benning - "Das Weihnachtsdorf"

Seiten:

 

208

 

Übersetzer:

 

/

 

Verlag:

 

Blanvalet Verlag

 

 

 

Klappentext:

 

"Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht es für das große Glück?"

(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Weihnachtsdorf/Petra-Durst-Benning/Blanvalet-Hardcover/e506513.rhd)

In der Weihnachtszeit sollte alles besinnlich und ruhig ablaufen, aber es kommt immer anders.

 

In Maierhofen ist die Gemeinschaft der Dorfbewohner groß, erst recht nach dem gelungenen Sommerfest und dem daraus resultierenden Erfolg. Deswegen nimmt sich Greta, Besitzerin einer Werbeagentur, vor, den ersten Weihnachtsmarkt in dem malerischen Dörfchen zu veranstaltet. Strohsterne, Holzfiguren, echte Kerzen und selbstgemachter Punsch - Industrieware wird man hier vergeblich suchen.

 

Doch wird der Markt ein voller Erfolg? Und bleiben durch den ganzen zusätzlichen Stress die Lieben daheim auf der Strecke?

 

 

Vorweg muss ich gestehen, dass ich den ersten Band der Reihe ("Kräuter der Provinz") noch ungelesen im Regal stehen habe und mir nicht bewusst war, dass "Das Weihnachtsdorf" der zweite Band ist. Vor allem wegen der gegensätzlichen Aufmachung (Taschenbuch / Hardcover) und dem Design fiel mir dies nicht auf. Erst beim Lesen wurde ich stutzig. Dennoch KANN man dieses Buch lesen, ohne den ersten zu kennen. Kann man, muss man aber nicht. Ich denke, es wäre schöner, wenn man die Entwicklung der Charaktere von Beginn an miterleben kann.

 

Um beim Thema zu bleiben: Die verschiedenen Charaktere werden in ihren ganz persönlichen Geschichten dargestellt, die aber mit den anderen verwoben sind. Maierhofen scheint ein wundervolles Dörfchen zu sein, wo man Mensch sein kann. Es zählt die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt der Gemeinschaft, was ich als herzlich empfand, findet man dies heutzutage leider viel zu wenig.

Vor allem Protagonistin Roswitha berührte mich mit ihrem schweren Los, an dem so mancher bereits zerbrochen wäre, und ich hätte ihre Familie gerne mal auf den Mond geschossen. Familie ist nun einmal nicht immer gleichgestellt mit Blutsverwandschaft. Manchmal muss man sich seine Familie in Form von Freunden aussuchen. Dennoch bin ich froh über ihr persönliches Happy End.

 

Grundsätzlich hätte "Das Weihnachtsdorf" für mich locker ein-, zweihundert Seiten mehr auf dem Buckel haben können. Als Leser befindet man sich gerade mitten im Geschehen - und schon ist das Buch vorbei, wenn man sich gerade wohlfühlt. Nun gut, dass ist der Sinn und Zweck eines Kurzromans. Von daher kann ich der Autorin nicht böse sein.

 

Vor allem, da Petra Durst-Benning mir mit diesem tierischen Ende absolut den Tag versüßt hat und ich würde mich über weitere Handlungsstränge mit Blue und Baileys freuen.

 

Insgesamt kann ich nur sagen, dass "Das Weihnachtsdorf" ein kleines Wohlfühl-Goldstück ist und ich sicher die Reihe weiterverfolgen werde.

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