Rezension: Poppy J. Anderson - "Taste of Love: Geheimzutat Liebe"

Seiten:

 384

 

  Übersetzer:

 /

 

  Verlag:

 Bastei Lübbe

 

 

  Klappentext:

 "Andrew Knight ist neuer Stern am Bostoner Gastrohimmel - doch mittlerweile total ausgebrannt. Beim spontanen Kurzurlaub in Maine trifft er auf Brooke Day, die den lokalen kulinarischen Geheimtipp leitet und nicht ahnt, wer sich da bei ihr einquartiert. Gemeinsam machen sie aus dem bisher erfolglosen Geheimtipp eine In-Location, und Andrew hat zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß beim Kochen. Doch kann Brooke ihm verzeihen, dass er ihr nicht die Wahrheit gesagt hat?"

Quelle: Bastei Lübbe

Andrew Knight betreibt in Boston sein noch recht neues Restaurant "Knights". Der preisgekrönte Koch beginnt immer mehr an sich und seiner Arbeit zu zweifeln, findet keinen Bezug mehr zu seinen Gerichten. Als seine Tante ihm auch noch in den Ohren liegt, dass er an einer TV-Show teilnehmen soll, ist er völlig ausgebrannt - und steigt kurzerhand in sein Auto und macht sich auf in einen Kurzurlaub.

 

Bei einem Beinahe-Unfall lernt Andrew Brooke Day kennen. Die kratzbürstige, junge Frau organisiert ihm eine Unterkunft, da er aufgrund eines Autoschadens einige Tage im kleinen Städtchen Sunport vebringen muss. Dabei lernt er die Bewohner und vor allem Brooke wider willen besser kennen.

 

Die Journalistin ist eine hervorragende Köchin und bezaubert den ausgelaugten Koch mit ihren traditionellen und originellen Rezepten, sodass er wieder Spaß und Lust auf das Kochen und seine Finessen spürt. Aber nicht nur das: Andrew möchte Brooke bei einer Generalüberholung des kleines Restaurants helfen, um es in die schwarzen Zahlen zu bringen und somit ihr und ihrer Familie eine Last abzunehmen.

 

Einige Zeit passt alles zwischen Brooke und Drew bis so einige Missverständnisse den Himmel zur Hölle auf Erden machen könnten...

 

 

Poppy J. Anderson schafft es immer wieder mich zu unterhalten. Ich habe einige Teile der "Titans"-Reihe gelesen, auch die "Boston"-Reihe ist mir bekannt. Nun verknüpft die Autorin hier zwei interessante Themen in einem Buch - eine Liebesgeschichte und das Kochen.

Ich bin ein großer Fan von beiden Dingen, sodass ich sofort wusste, dass "Taste of Love - Geheimzutat Liebe" gelesen werden muss. Poppy J. Anderson bleibt ihrem lockeren und leichten Schreibstil treu und die Seiten fliegen nur so dahin. Wie immer würzt die Autorin ihre Geschichte mit viel Gefühl und einer deutlich größeren Portion Humor, was mich positiv überrascht hat.

Insgesamt wirkt die Handlung ausgereifter als manch andere ihrer Geschichten.

 

Die Charaktere sind wie gewohnt liebevoll dargestellt und vor allem Andrew hatte von Beginn an mein Leserherz erobert. Dieser Mann ist charmant, witzig, hilfsbereit und kann kochen. (Wo ist bitte der reale Klon davon?) Ausgerechnet kurz vor der Zielgeraden hat er es noch geschafft, nicht nur ins Fettnäpfchen zu treten. Das war schon eine ganze Fritteuse. Daher hat er ab diesem Punkt einiges an Sympathiepunkten eingebüßt, die er jedoch zuletzt noch einmal wett machen konnte.

 

Brooke hingegen war mir in vielen Situationen zu unreif und unfreundlich, geradezu herrisch. Ich kann ihre Situation verstehen und weiß, dass es nicht einfach ist. Besonders bei Krankheitsfällen und Familienproblemen. Jedoch sollte man sein Umfeld nicht komplett vergraulen. Aber so sympathisch Andrew mir zu Beginn war und zum Ende eher weniger, so unsympathisch war mir Brooke am Anfang und so sympathisch am Ende. Alles in allem hat Poppy J. Anderson eine gute Mischung der verschiedenen Charaktertypen geschaffen, welche mir als Leser im Nachhinein liebenswert und positiv in Erinnerung geblieben sind.

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