Tamara Mataya - "Manche Tage muss man einfach zuckern"

Seiten:

352

 

 Übersetzer:

Evelin Sudakowa-Blasberg

 

 Verlag:

  Heyne Verlag

 

  Klappentext:

  "Dauersingle Sarah hat die fixe Idee, dass die große Liebe auf der Internetseite »Missed Connections« auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, und so fängt sie eine Affäre mit Jack an, dem attraktiven Bruder ihres Mitbewohners. Er schafft es, ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf »Missed Connections« auf …"

 

Quelle: Heyne Verlag

Sarah hat gerade ihre Anstellung als Anwaltsgehilfin verloren. Da sie die Miete nicht mehr zahlen konnte, musste sie ihre Wohnung kündigen und ist auf das Sofa ihres besten Freundes Pete gezogen. Natürlich will sie nicht ewig dort nächtigen und ihm auf die Nerven gehen. Sie stürzt sich in die Jobsuche, aber es hagelt Absagen beziehungsweise sie findet nichts, das für sie geeignet wäre. Die finanziellen Probleme häufen sich und sie nimmt den ersten Job, den sie bekommen kann an. Sarahs neuer Arbeitsplatz befindet sich in einem New Age "Hippie" Wellnesssalon. Die Chefs sind anstrengend und sie, wie auch ihre stichelnde Kollegin, rauben Sarah den letzten Nerv.

 

Vor allem Phyllis schafft es immer wieder ihre neue Kollegin in die Pfanne zu hauen oder ihr Verstöße anzulasten, die sie überhaupt nicht begangen hat, um Sarah loszuwerden.

 

Aber auch in ihrem Liebesleben bleibt es zunächst Mau bis ihr langjähriger Schwarm Jack, Petes Zwillingsbruder, den ersten Schritt macht. Doch Jack ist von Beruf DJ und Sarah hält nichts von diesem Beruf. Zu unzuverlässig und zu viele Frauen in direkter Umgebung. Kein Traumprinz, kein Mann für die Ewigkeit, sondern nur für gewisse Stunden.

 

Seit einiger Zeit surft Sarah gerne auf "Missed Connections", einer Website, auf der Menschen beispielsweise Begegnungen beschreiben, sich aber nicht getraut haben, die betreffende Person anzusprechen.

Dort entdeckt sie eine Anzeige, die perfekt zu ihr passt und nachdem sie geantwortet hat entwickelt sich schon bald eine intensive Internetbeziehung. Sarah ist sich sicher: dieser Mann ist für eine feste Bindung wie geschaffen - und sie ist sich sicher zu wissen, um wen es sich handelt...

 

 

Tamara Mataya hat mit "Manche Tage muss man einfach zuckern" eine wunderbar amüsante, romantische Liebesgeschichte geschaffen, die kurzweilige Unterhaltung bietet. Das Cover hat mich sofort angesprochen. Mir gefällt dieser angesagte Stil, den man mittlerweile oft bei Koch-Liebesromanen findet. Der Verlag hat sich zu Werbezwecken auch viele Gedanken gemacht und kleine Päckchen mit zwei Zuckerstückchen mit dem Cover bedruckt und wunderbar schöne Sprüchepostkarten beigelegt. Hiermit also die Note sehr gut für Cover und Werbemittel.

 

Die Protagonistin ist teilweise sehr anstrengend und in manchen Angelegenheiten festgefahren, aber sie war mir dennoch sympathisch und ich habe mit ihr gelitten und gefiebert.

Ihre Arbeitskollegen bei "Inner Space", dem Wellnesscenter, haben mich in den Wahnsinn getrieben und ich hätte an ihrer Stelle wohl den Liebesroman in einen Krimi verwandelt und Mord begangen. So etwas unsympathisches und unausstehliches habe ich selten erlebt. Leider weiß ich aus Erfahrung, dass es solche Menschen wirklich gibt. In "Manche Tage muss man einfach zuckern" waren die Chefs und besonders die unmögliche Kollegin Phyllis schreckliche Menschen - sehr überspitzt dargestellt - und dadurch war ich zeitweise auch etwas genervt. An Sarahs Stelle hätte ich schon längst gekündigt.

 

Pete und sein Zwillingsbruder Jack waren für mich die sympathischsten Figuren im ganzen Buch. Bedauert habe ich Sarahs Vorurteile gegenüber Jacks Beruf und auch ihr Verhalten ihm gegenüber so einige Male.

Insgesamt war "Manche Tage muss man einfach zuckern" eine süße Geschichte und hat mich unterhalten. Ich würde gerne weitere Romane von Tamara Mataya lesen.

 

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