Rezension: Nacho Figueras - "Die Wellington-Saga: Versuchung"

Seiten:

416

 

 Übersetzer:

Veronika Dünninger

 

 Verlag:

  blanvalet

 

  Klappentext:

 "Champagner und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reitturniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del Campo Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert ... "

Quelle: blanvalet

Georgia ist Tierärztin mit Leib und Seele. Sie lebt mit ihrem Vater auf einem Hof und kümmert sich um die dortigen Tiere. Einst war das Land ein gut gehender Reiterhof, doch seit dem ihre Mutter die Familie für Luxus, Reichtum und Partys verlassen hat, geht es bergab. Der Gemütszustand ihres Vaters ist auch nicht der beste, aber er versucht sich nicht hängen zu lassen.

Nebenbei arbeitet Georgia in einer Praxis mit, um Geld zu verdienen, doch ihr gesamtes Leben reibt sie immer mehr auf.

 

Georgias bester Freund Billy ist reich und lebt ein Jet-Set-Leben. Das ist so gar nichts für sie, dennoch willigt sie ein, Billy in Wellington, Florida, zu besuchen, um dessen neuen Freund kennenzulernen.

Auf einer Party lernt sie Alejandro del Campo, Familienoberhaupt der Del Campo Familie, kennen. Seine Familie ist bekannt dafür, erstklassige Pferde und talentierte Polo-Spieler seit Jahren zu vereinen.

Bei einem Polo-Turnier kann Georgia mit ihrem geschulten Auge das Leben eines Pferdes retten und steigt in der Achtung einiger Männer - insbesondere Alejandro wirft immer mehr ein Auge auf die schöne Tierärztin. Doch sein Leben besteht aus purem Luxus, seiner Tochter und den Schatten der Vergangenheit. Beide sind grundverschieden und er will sich von Georgia fernhalten. Aber dann macht er ihr ein Jobangebot, dass sie nicht ablehnen kann. Auch wenn beide direkt zu Beginn versichern, ihre Beziehung professionell zu behandeln, können sie einander nicht widerstehen....

 

 

"Die Wellington-.Saga: Versuchung" ist der erste Band der Polo-Sport-Trilogie (hoffentlich bleiben es drei Bücher) von Nacho Figueras. Zu Beginn muss ich sagen, dass mir der Schreibstil nicht wirklich gefiel und ich in manchen Passagen wirklich dachte: "Das hat sicher ein Mann geschrieben, sowas würde ein Frau nie tun". Es war oftmals einfach zu viel von allem... Zu überspitzte Persönlichkeiten, extrem viel Polo (zu viel!) und die Protagonisten sind auch nicht wirklich sympathisch.

Leider habe ich mich wirklich durch die Geschichte gequält und musste mich zwingen, dieses Buch zu beenden. Die einzigen Lichtblicke waren die Beschreibungen der Pferde im Stall etc., welche wirklich sehr süß waren. Tiere schaffen es immer, mich für sich zu gewinnen und daher sammelte das Buch und auch Protagonistin Georgia Sympathiepunkte.

Georgia ist bodenständig und kümmert sich gut um die Pferde. Doch sobald Alejandro ins Spiel kommt, versagt anscheinend ihr Verstand. Das Familienoberhaupt der del Campos mochte ich überhaupt nicht und auch seine Familie, seine Freunde und sein Lebensstil konnten mich nicht begeistern. Seine Vergangenheit, insbesondere der Unfall seiner Frau und dessen Nachwirkungen, war dennoch interessant und hielt mich beim Leben bei der Stange.

 

Ich lese gerne Liebesromane, auch gerne erotische Liebesromane und auch Erotik. Aber der Auftakt der "Wellington-Saga" war leider nicht so meins.

Die oftmals unsympathischen Charaktere, vor allem Alejandro, konnten die Handlung auch nicht mit ihrer sexuellen Spannung untereinander aufwerten, denn diese war oft sehr platt. Von den eigentlichen Sexszenen möchte ich erst gar nicht anfangen...

 

Ich habe lange mit mir gehadert. Wie schreibe ich die Rezension? Wie wird meine Bewertung aussehen? Insgesamt war es eine nette Geschichte mit vielen negativen Kritikpunkten. Es kamen für mich einfach kaum gute Gefühle beim Lesen des Buches zustande. Und das ist für mich persönlich sehr wichtig. Ich muss mich wohlfühlen und muss unterhalten werden, wenn ich ein Buch lese.

Hier, bei "Versuchung" war es selten der Fall und ich werde wohl die Reihe nicht weiter verfolgen.

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