Rezension: Monica James - "Addicted to Sin: Du gehörst mir"

Seiten:

480

 

 Übersetzer:

Rebecca Lindholm

 

 Verlag:

  Heyne

 

  Klappentext:

 "Mein Name ist Dr. Dixon Mathews, ich bin New Yorks renommiertester Psychiater. Für 500 Dollar die Stunde entlocke ich meinen Patienten ihre kleinen schmutzigen Geheimnisse. Ich bin smart, arrogant, sehe blendend aus und nehme garantiert keine Frau ein zweites Mal. Das aber wird sich bald ändern – dank zweier vollkommen unterschiedlicher Frauen, die doch eines gemeinsam haben: Leidenschaft und Hingabe. Für welche werde ich mich entscheiden?"

Quelle: Heyne

Dixon Mathews ist attraktiv und genießt sein Leben in vollen Zügen. Er ist nicht nur ein angesehener Psychiater, welcher vor allem mit seinen Forschungsarbeiten zu Suchterkrankungen brilliert, nein, er ist auch ein notorischer Frauenheld, seit seine Verlobte ihn mit seinem damaligen besten Freund betrogen hat und schwanger wurde.

 

Dr. Mathews nimmt fast jede Frau, die er bekommen kann - und das sind einige. Er schreckt auch nicht vor seinen Patientinnen zurück und somit hat er sich einen gewissen Ruf erarbeitet.

Sex ist ein wichtiger Teil seines Lebens und man könnte sagen, dass der Arzt, der Süchtige heilen sollte, selbst ein großes Problem hat.

 

Als er Madison, so rein, so unschuldig, kennenlernt, ist Dixon hin und weg. Doch kann er es sich erlauben, sie zu verderben?

Er entscheidet sich für den leichten Weg, der sein Herz weniger berühren wird und eher körperlich ist.

Mit seiner nächsten Patientin Juliette hat Dixon seine Meisterin gefunden. Sie ist eine Nymphomanin und erfüllt ihm sexuell jeden Wunsch und ist allzeit bereit.

 

Aber ist es wirklich das, was Dixon will? Denn seine Gedanken schweifen immer wieder zu Madison...

 

 

Monica James hat mit "Addicted to Sin: Du gehörst mir" eine Mischung aus Erotik, Liebesroman und doch etwas New Adult-Hauch geschaffen. Leider konnte mich das Konzept nicht begeistern.

 

Die Hauptfiguren waren schlichtweg unsympathisch und ich konnte ihre Gefühle nur ansatzweise nachempfinden. Dixon ist - entschuldigt die Ausdrucksweise - die meiste Zeit über ein riesiger Arsch. Er schläft mit Patientinnen, was weder ethisch korrekt ist, noch den Patientinnen hilft. Alles nur, um seine Sucht und seine Triebe zu befriedigen. Er ist komplett egoistisch und benutzt Frauen zum Spaß.  Ich bin wahrlich nicht prüde, aber die Sprache in diesem Buch, sowie die zum großen Teil rein sexuelle Handlung, entsprachen nicht meinen Erwartungen und teilweise ekelte mich der Protagonist einfach nur an. Bei seinem Verschleiß an Frauen musste ich mehrmals überlegen, ob er - im Hintergrund der Tatsache, dass er Arzt ist - sich eigentlich auch genug über sexuell übertragbare Krankheiten informiert hat. Und noch mehr erstaunte mich, dass er nicht tatsächlich an einer dieser erkrankt ist.

 

Zu Beginn würde man Dixon Mathews als Teufel bezeichnen. Bis Juliette auf der Bildfläche erscheint. Sie ist wohl das, was den großen Teil der männlichen Bevölkerung als wahrgewordenen, feuchten Traum beziechnen würden. Insgesamt finde ich ihre Handlungen und ihr Buhlen um Aufmerksamkeit einfach nur traurig und biestig.

Madison steht im krassen Gegensatz zu ihr. Sie sieht unschuldig aus und scheint sich zuerst nicht viel aus Körperlichkeiten zu machen. Dennoch bietet sie - wahrscheinlich gerade aus diesem Grund - eine enorme Anziehung auf Dixon aus. Doch Madison trägt auch ein großes Geheimnis in sich...

 

Zusammenfassend ist dieses Buch zum großen Teil ein derber Erotikroman. Die minimal eingestreuten Liebesromanelemente können die Geschichte für mich nicht mehr herausreißen. Madisons Vergangenheit kann man dem New Adult Genre zuordnen.

Insgesamt war ich genervt von "Addicted to Sin: Du gehörst mir". Aber vor allem störte mich der unangenehme Protagonist, für den ich keinen Funken Sympathie erübrigen konnte, Der eindeutig fiese und zum weiteren Lesen animierende Cliffhanger am Ende dieses ersten Bandes wird mich wohl kaum zum Kauf des zweiten Bandes bewegen können.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0