Rezension: Candis Terry - "Neue Träume in Sunshine Valley"

Seiten:

336

 

Übersetzer:

Gisela Schmitt

 

  Verlag:

 MIRA Taschenbuch

 

 Klappentext:

 "Nach dem Tod seiner Eltern ändert sich für Eishockey-Profi Jordan Kincade alles. Zusammen mit seinen Geschwistern erbt er das Weingut und trägt die Verantwortung für seine kleine Schwester. Zurück in seiner Heimatstadt fühlt er sich, als ob ihm ein Puck in den Magen knallt: Sunshine Creek, seit Generationen im Familienbesitz, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Und dann trifft Jordan ausgerechnet auf Lucy, die nichts mehr mit dem Mauerblümchen von früher gemein hat – und ihm anscheinend nie verziehen hat, was vor Jahren geschah …"

Quelle: MIRA Taschenbuch

Jordan Kincade hat alles erreicht, was er sich gewünscht hat. Er ist Eishockey-Profi und seine Mannschaft hat einen festen Platz an der Spitze der Liga. Schon lange hat er seine Familie nicht mehr besucht. Umso härter trifft ihn der Anruf seines Bruders, der ihm mitteilt, dass ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Jordan reist für die Formalitäten nach Hause auf das Familienweingut, der einstige Traum seiner Eltern.

 

Nach der Testamentseröffnung steht fest, dass Jordan sowie seine Schwestern das Weingut erben. Zudem steckt Sunshine Creek in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. Außerdem müssen die Brüder die Verantwortung für das Nesthäkchen der Familie, Nicole, übernehmen.

 

Diese hat Probleme in der Schule und verschließt sich auch vor ihren Brüdern.

Um Nicole zu helfen übernimmt Jordan einen Termin zur Lagebesprechung der momentanen Situation in der Schule mit der Lehrerin von Nicole.

Die junge, gut aussehende Pädagogin entpuppt sich ausgerechnet als Lucy, Jordans Date für den Abschlussball, welches er versetzt hat. Doch Lucy hat so gar nichts mehr von der grauen Maus von früher an sich - aber verziehen hat sie ihm die Kränkung auch Jahre später nicht.

 

Jordan war noch nie ein Mann der aufgibt. Somit stellt er sich der Herausforderung seines Erbes, der Verantwortung gegenüber seiner Schwester und seiner Vergangenheit und den Gefühlen, die Lucy in ihm auslöst.

 

 

Candis Terry hat mit "Neue Träume in Sunshine Valley" einen schönen Auftakt für eine neue Reihe geschaffen, die mir sehr gefallen könnte. Vom Stil erinnert es mich sehr an die "Virgin-River"-Reihe von Robyn Carr und diese gehört zu meinen absoluten Lieblingen.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, auch wenn natürlich der Mittelpunkt der Geschichte auf Lucy und Jordan liegt.

 

Ich kann Lucys Verwandlung und auch ihr Verhalten gegenüber Jordan sehr gut nachvollziehen. Sie hatte nie eine Erklärung für die Situation damals bekommen und manchen Menschen fällt es schwer, abschließen zu können, wenn sie sich keinen Reim darauf machen können. Eine gesunde Portion Skekpsis ist da vollkommen natürlich.

 

Jedoch finde ich, dass Jordan sich sehr gut macht. Zu Beginn ist er egoistisch und war es zum großen Teil in der Vergangenheit ebenfalls. Er lebte für seinen Beruf und seine Familie kam immer erst an anderer Stelle. Seine Verrwandlung vom hart erscheinenden Eishockey-Spieler zum "soften" Familienmenschen ist schön zu sehen. Sehr stark beeinflusst ihn auch die Tatsache, dass im Haus seiner Eltern überall Fotos von der Familie vorzufinden sind, nur von ihm gibt es nur ein einzelnes Foto. Dies ist sehr symbolisch. Er muss sich erst wieder einen Platz in der Familie und in den Herzen, vor allem von seiner kleinen Schwester, erkämpfen, was oftmals nicht gerade einfach ist.

 

Insgesamt mochte ich "Neue Träume in Sunshine Valley" und werde die Reihe weiterverfolgen, da ich gespannt bin, wie es mit der Familie und vor allem den Single-Brüdern weitergeht. Aber auch weil mir der Schreibstil und die Idee hinter der Geschichte gefällt.

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