Rezension: Amy Baxter - "Never before you: Jake & Carrie"

Seiten:

 392

 

Übersetzer:

/

 

  Verlag:

  Bastei Entertainment

 

 Klappentext:

 "Jake muss weg aus Brooklyn. Weg von der Gang, die ihn immer tiefer in die Kriminalität zieht. Weg von der Frau, die er nicht vergessen kann. Auf der anderen Seite des Kontinents, in San Francisco, will er das Tattoo Studio seines verstorbenen Vaters wiederaufbauen und ein neues Kapitel beginnen. Die kesse und gut organisierte Carrie kommt ihm da gerade recht. Sie hilft ihm mit dem Papierkram, doch pünktlich zum Feierabend verschwindet sie still und heimlich. Aber wohin? Und warum erzählt sie nichts von sich? Obwohl ihn Frauen außerhalb des Schlafzimmers nicht interessieren, geht ihm die kleine Tänzerin nicht mehr aus dem Kopf - und mächtig unter die Haut ..."

Quelle: Bastei Entertainment

Jake hat es geschafft. Er hat sich von seiner ehemaligen Gang abgekapselt und möchte ein ehrliches Leben führen. Nachdem ihm sein kürzlich verstorbener Vater sein Tattoo Studio vermacht hat, möchte er in San Francisco ein neues Leben beginnen.

Dazu muss er das Geschäft erst einmal entrümpeln und sanieren.

Jake hat seinen Traum genauestens im Kopf und möchte ihn auch umsetzen.

 

Zeitweilige Ablenkung findet er in seiner Maklerin, die ihm nicht nur eine gute Bauarbeiterfirma empfehlen kann, sondern auch ihre Freundin Carrie als Buchhalterin und Bürokraft empfiehlt.

Sofort fühlt sich Jake von Carrie angezogen, will aber seinem Verlangen nicht nachgeben, da sie ihn zu stark an seine Vergangenheit erinnert, die er vergessen will...

 

Carrie ist Tänzerin. Sie liebt es sich zum Klang der Musik zu bewegen und ihre Schüler in der Tanzschule ihres besten Freundes zu unterrichten. Dies alles hat ihr Ziehvater ihr ermöglicht. Phil hat sie von der Straße geholt und ihr ein Zuhause gegeben. Nun ist es an Carrie Phil zu helfen. Er betreibt einen Nachtclub mit Stripperinnen (mit gewissen Serviceleistungen). Um ihm zu helfen, wird sie auf die Bühne gehen, auftreten und sich ausziehen. Aber mehr nicht... - Doch dann verschwindet Phil spurlos.

 

 

Amy Baxters "Never before you: Jake & Carrie" konnte mich nicht gerade vom Hocker hauen. Der Schreibstil der Autorin ist gut und ich konnte schnell in die Geschichte einsteigen.

Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten ist knisternd und kam bei mir als Leser sehr gut an. Die Figuren sind an sich recht sympathisch, wobei Jake mir oftmals zu ruppig und in sich gekehrt war. Hingegen ist Carrie fast schon altruistisch veranlagt und unglaublich naiv.

 

Die Thematik "Tänzerin trifft Tattoo-Studio-Besitzer" fand ich nach dem Einlesen sehr interessant. Wenn es dabei geblieben wäre, wäre es doch besser gewesen. Leider wollte die Autorin viele Elemente einbauen, sodass für mich ein Kauderwelsch daraus wurde. Wenn ich einen Krimi oder Thriller lesen möchte, dann tue ich dies. Doch hier war für mich vieles Fehl am Platz.

 

Ich finde es toll von Carrie, dass sie ihrem Ziehvater helfen möchte. Was ich nicht so ganz verstehe, ist die Art, wie Phil seinen Club schmeißt. Vor allem, muss er ja einen Verdacht gehabt haben, wie sich die Situation entwickeln könnte. Dennoch warnt er Carrie nicht vor und redet auch nicht mit ihr. Nach Phils Verschwinden ist die junge Frau regelrecht wie ein Stockfisch. Sie sagt zu allem, was ihr befohlen wird ja und Amen. Egal, wie entwürdigend die Ansprüche sind, die an sie gestellt werden, sie macht sie und scheint sie auch teilweise zu genießen. Und auch als sie ihr Zuhause aufgeben muss, gibt sie fast direkt auf. Für mich besitzt sie leider nicht viel Rückrat und Courage.

 

Die ganze Situation und Carries - oftmals selbstverschuldete - Hilfslosigkeit haben mich oft sehr wütend gemacht, sodass ich die Geschichte nicht genießen konnte. Normalerweise fällt es mir leicht, in eine Geschichte einzutauchen und ich lassen dann auch gerne mal Fünfe gerade sein. Aber bei "Never before you" habe ich oft geflucht und war auch mehrmals versucht, die Geschichte abzubrechen.

 

Ich denke, ich werde eventuell noch einmal in ein Werk von Amy Baxter hineinlesen, jedoch kann wenig begeisterndes über den ersten Teil ihrer Reihe sagen. Insgesamt war ich doch zu sehr enttäuscht, auch wenn ich mit dieser Rezension doch aus den vielen lobenden Meinungen heraussteche.

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