Rezension: Nigella Lawson - "Das Glück zu kochen: Für jede Stimmung das passende Rezept"

Seiten:

416

 

 Übersetzer:

/

 

 Verlag:

Dorling Kindersley

 

  Klappentext:

 "Die prominenteste Köchin Großbritanniens und Tochter des ehemaligen britischen Finanzministiers Nigella Lawson präsentiert ihr wohl persönlichstes Kochbuch. Essen und Kochen für die Seele – Nigella zeigt wie echtes Soulfood geht. Von Gerichten für einen Sofa-Abend bis hin zu Lieblingsmenüs für Gäste. Alle Rezepte zeigen, wie heilsam und wohltuend Kochen sein kann. Denn Nigella ist überzeugt: Gutes Essen wirkt sich positiv auf unser Leben aus und lässt uns zur Ruhe kommen. Dabei legt sie immer wieder nahe, wie beruhigend das Zubereiten von Essen ist und gibt Tipps, um den Stress des Alltags hinter sich zu lassen."

Quelle: Dorling Kindersley

Nigella Lawson war mir durch einige Fernsehsendungen bereits bekannt und ich mochte ihre Rezepte vor allem für die meist einfache Zubereitung.

In "Das Glück zu kochen: Für jede Stimmung das passende Gericht" dreht es sich vor allem um Rezepte, die nicht nur lecker schmecken, sondern auch Freude am Kochen bereiten. Das merkt man wirklich und ich habe es genossen (und werde es bei weiteren Rezepten wieder tun).

 

Der Inhalt des Kochbuchs ist neben Einleitung, Register und Dank in verschiedene Kategorien eingeteilt: "Einfach ruhig", "Wohlbefinden", "Gäste einladen", "Atempause", "Beilagen", "Süsses" & "Den Tag beginnen".

 

Ich habe mir einige Rezepte aus jeder Kategorie herausgesucht und ausprobiert.

Aus "Einfach ruhig" wurde es - vor allem aus meiner Liebe zu Avocados heraus - "Feta-Avocado-Salat mit roten Zwiebeln, Granatapfel und Schwarzkümmel" sowie "Salat-Wraps mit Garnelen und Avocado".

Vorweg muss ich sagen, dass ich eigentlich kein Fan von Feta und Kümmel bin, dieser Salat jedoch wirklich lecker war. Vor allem der Granatapfel bot eine interessante Note aus Säure und Süße.

Die "Salat-Wraps" habe ich ebenfalls mit roten Zwiebeln zubereitet, im Rezept handelt es sich um Frühlingszwiebeln. Das der Salat den Tortilla Fladen ersetzt, habe ich schon in einigen Rezepten gesehen und ich muss sagen, dass ich es als gute und kalorienarme Variante empfinde. Ich habe selbst keine Garnelen gegessen, aber die Familie mochte den Geschmack sehr.

 

Aus "Wohlbefinden" mussten natürlich direkt Nudelgerichte gekocht werden. Ich liebe Pasta. Mein absolutes Wohlfühlessen. "Pasta alla Bruno" ist ein sehr einfaches Gericht mit Räucherspeck, Knoblauch, Kirschtomaten, etwas Chilli und Parmesan. Einfach, aber lecker. Und wirklich nicht schwer zuzubereiten.

Richtig begeistert haben mich die "Pasta-Schnecken mit Knoblauchbutter". Ich liebe Knoblauch (-meine Mitmenschen mögen mich vielleicht dann nicht mehr). Was gibt es simpleres als Pasta, Butter, Knoblauch und ein paar Kräuter? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich in dieses Essen hätte reinlegen können. Jedoch sei angemerkt, dass die Knoblauchzehenmenge großzügig ist und wer sich unsicher ist, sollte etwas weniger verwenden.

 

Aus "Gäste einladen" habe ich bisher lediglich die "Einfache Salsa" ausprobiert, die wirklich sehr gut mit Tortilla-Chips (ohne Würzung) schmeckt. Recht klassisch besteht sie aus Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Chilli und Gewürzen.

Aus "Atempause" habe ich das "Nudelgratin mit Lauch" ausprobiert. Es hat interessant geschmeckt, war aber leider nicht wirklich mein Fall. Und das trotz der großen Pastaliebe. Am meisten störte mich der Senfgeschmack. Eventuell werde ich diesen bei einem erneuten Versuch weglassen.

 

Die Kategorie "Beilagen" bietet viele verschiedene Gerichte. Ich habe "Geröstete Radieschen" gekocht, weil ich das sehr ungewöhnlich fand und die "Chili-Ingwer-Knoblauch-Sauce", da ich ebenfalls ein Fan asiatischer Küche bin und der Titel mich direkt angesprochen hat.

"Geröstete Radieschen" sollte wirklich jeder einmal versuchen. Ungewöhnlich, aber sooo lecker.

Ebenfalls grandios ist die "Chili-Ingwer-Knoblauch-Sauce". Ich finde, sie passt perfekt zu Fleisch, aber auch als Dip für asiatische Sommerrollen.

 

Ich bin eine Naschkatze und vor allem Schokolade hat es mir angetan. Die "Chocolate-Chip-Cookies im Förmchen" waren mir leider etwas zu trocken, obwohl ich mich genauestens an die Anleitung gehalten habe. Geschmacklich waren sie jedoch gut. Die "Nutella-Brownies" mochte ich leider gar nicht und ich kann nicht einmal genau sagen, wieso. Brownies müssen für mich einfach mehr sein. Diese hier waren fast schon fade. Dafür haben mich zwei weitere Rezepte hellauf begeistert. Das "Apfel-Heidelbeer-Mus mit Gewürzen" und "Dutch Baby - deutsch-amerikanischer Pfannkuchen" sind nicht nur getrennt voneinander ein Gedicht. Zusammen sind die beiden unschlagbar. Unbedingt ausprobieren!

 

Aus "Den Tag beginnen" habe ich noch den "Brotauflauf mit Pflaumen und Pekannüssen" ausprobiert. Ich werde ihn demnächst nocheinmal backen, jedoch mir eine andere Alternative für die Streusel überlegen. Die Nüsse haben mich nicht gerade begeistert, obwohl der Rest des Auflaufs sehr lecker war.

 

Insgesamt mochte ich Nigella Lawsons Kochbuch "Das Glück zu kochen: Für jede Stimmung das passende Gericht" sehr und bin gespannt, mit welchen Gerichten sie mich noch verzaubern kann.

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