Stachniak, Eva - "Die Schwester des Tänzers"

Seiten:

570

Übersetzer:

Peter Knecht

Verlag:

insel Taschenbuch

 

Klappentext:

"In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms …"

(Quelle: http://www.suhrkamp.de/buecher/die_schwester_des_taenzers-eva_stachniak_36178.html)


St. Petersburg, Russland - um 1900.

Die Familie Nijinsky ist eine wahre Künstlerfamilie. Die Eltern sind selbst Tänzer und haben diese Begabung an ihre Kinder weitergegeben. Mit diesem Talent geht auch eine große Verantwortung einher.

Bronislawa und Waslaw werden auf die kaiserliche Ballettakademie geschickt. Dem strengem und konsequenten Training zum Trotz, meistern Bronia und Waslaw alle Prüfungen, die sich ihnen in den Weg stellen - und tauchen ein in eine Welt voll Ansehen und Ruhm. Besonders Waslaw wird zu einem gefeierten Star im Ballett. Nach einem "Zwischenstopp" im Mariinski-Theater, touren die beiden mit Sergei Pawlowitsch Djagilews Kompanie "Ballets Russes" durch Europa und feiern Erfolge.

Doch alles Gute hat seine Schattenseiten....

 

 

"Die Schwester des Tänzers" ist das neueste Werk der polnisch-amerikanischen Autorin Eva Stachniak. Für mich als Leserin ist es das erste Buch dieser Schriftstellerin gewesen - und vermutlich das letzte.

 

Die Geschichte beginnt im Jahr 1939 als die mittlerweile fast 50-Jährige Bronislawa Nijinska per Schiff auf dem Weg nach New York ist. Sie ist nervös und ängstlich, da kurz zuvor erst ein anderes Schiff gesunken war.

Um sich von ihren Gedanken abzulenken, beginnt sie ihre Lebensgeschichte zu schreiben.

 

Eva Stachniak hat versucht die wahre Geschichte der Nijinskys in einen belletristischen Roman zu verwandeln. Jedoch mag er für viele interessant und lesenswert sein, mich konnte er nicht packen.

Die Beschreibungen waren ausufernd, manchmal gar ermüdend aufgrund ihrer Langatmigkeit.

Die Charaktere beruhen auf wahren Persönlichkeiten. Dies schränkt den Handlungsspielraum eines Autors in gewisser Weise bereits ein. Dennoch kann ich mir im Nachhinein kaum eine Szene ins Gedächtnis rufen, in welcher ich wirklich mit den Protagonisten mitgefühlt habe.

Sie blieben farblos und langweilig. Manchmal sogar fast unsympathisch.

Auch das offene Ende entzog sich meinem Verständnis. Gerade weil die Handlung und die Personen auf wahren Begebenheiten aufbaut, wünscht man sich doch zu wissen, wie es endet. Dies möchte ich durch die Geschichte - oder wenigstens ein Nachwort - erfahren. Und nicht durch die Befragung des Internets.

 

Im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich mich in erster Linie aufgrund des Covers und des Klappentexts auf die Geschichte eingelassen habe.

Normalerweise liege ich da auch sehr gut in meiner Einschätzung.

Bei "Die Schwester des Tänzers" habe ich mich jedoch getäuscht, da diese Geschichte für mich überhaupt nichts war.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Bücher in meinr Hand (Sonntag, 09 April 2017 01:18)

    Hallo Lisa
    das vorgestellte Buch interessiert mich vom Thema her eigentlich sehr. Doch ich bin mir nicht sicher, ob ich lesen möchte, da mir "Der Winterpalast" extrem gut, der Nachfolgeband "Die Zarin der Nacht dagegen gar nicht, gefallen hat. Deine Rezi bestätigt mir, dass ich da noch weiterhin abwarte und es mir vielleicht mal aus der Bibliothek ausleihe anstatt direkt zu kaufen.

    Liebe Grüsse
    Anya